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Business Incubation

Das Konzept der Business Incubation erfreut sich auch in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit. „Inkubatoren“ bzw. „Acceleratoren“ sind Geburtshelfer für Startups, die in der Frühphase der Unternehmensentwicklung Startups mit Infrastruktur, Coaching oder einer Anschubfinanzierung unterstützen. Ursprünglichen haben vor allem öffentliche Gründerzentren diese Aufgabe übernommen. Im Anschluss an den Dotcom-Hype sind dann die ersten Inkubatoren aus der Startup-Szene selbst entstanden, initiiert von erfolgreichen Gründerpersönlichkeiten wie Lars Hinrichs (Xing). Neuerdings entdecken auch private Großunternehmen diese Idee der Zusammenarbeit für sich und stoßen dabei auf sehr positive Resonanz bei Startups. Gründer schätzen Konzern-Inkubatoren, da sie dort neben finanzieller Unterstützung und klassischen Inkubator-Dienstleistungen auch Zugang zu betrieblichen Schlüsselressourcen erhalten. Dazu können Datenbestände, Vertriebskooperationen aber auch der Zugriff auf einen Pool an Experten und die Begleitung von Mentoren aus dem Konzern zählen.

Business Incubation funktioniert in Teilen wie ein Experimentierfeld für Innovationnen. Große Organisationen können sich frühzeitig auf Veränderungen einstellen, Ängste des Unbekannten abbauen und gleichzeitig mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten. Auch interne Ideen in einem frühen, nicht validierten Stadium erhalten die Chance sich zu entwickeln ohne frühzeitig Widerstände auszulösen oder die strategische Rückbindung an die Mutterorganisation zu verlieren. Dadurch können Inkubatoren auch als Instrument der Personalentwicklung eingesetzt werden. Denn viele Startups entstehen heute bereits als Spinoff aus etablierten Unternehmen heraus, meist jedoch zufällig und nicht als Bestandteil einer Innovationsstrategie. Gerade bei radikalen Innovationen kommt es oft zu unfreiwilligen Spinoffs und damit zur Abwanderung von wertvollen Mitarbeiterpotenzial. Das KfW Gründerpanel 2012 hat festgestellt, dass 96% der Unternehmen-Spinoffs unabhängig entstehen, obwohl in 52% der Fälle die Idee intern vorgeschlagen wurde. Im Inkubator erhalten hochmotivierte und qualifizierte Intrapreneure die Möglichkeit, ihre Ideen in einem geschützten Raum weiterzuentwickeln.

Business Incubation ist eine zukunftsweisende Form des Innovationsmanagement und nicht nur für Großunternehmen interessant. Wir unterstützen daher einerseits Unternehmen dabei, ihre eigenen Inkubatoren aufzubauen und fördern andererseits auch das Format des „Unternehmensinkubators“ an der Universität Oldenburg. Im Unterschied zu Acceleratoren, die eine Gruppe an Startups aufnehmen und einen eigenen Mitarbeiterstamm zum Coaching und zu Beratung der Teams aufbauen müssen, strebt der Unternehmensinkubator eine 1:1-Beziehung zwischen Gründerteam und Unternehmen an. Das Team zieht in die Räumlichkeiten des Inkubator-Unternehmens ein, welches sehr individuell und auf Grundlage einer möglich guten Passung zwischen den strategischen Zielen und Geschäftsmodellen beider Parteien ausgewählt wird.  Dadurch erhält das Startup Zugang zu Fachabteilungen und weiteren Schlüsselressourcen und wird weiterhin von der Universität Oldenburg mit Coachingleistungen wie Team- und Geschäftsmodellentwicklung oder bei der Finanzierungsplanung unterstützt. So bleibt der Betreuungsaufwand für das Inkubatorunternehmen beherrschbar und die Teams können weiterhin unabhängig Beratung in Anspruch nehmen. Mehr zu diesem Konzept erfahren sie auch unter: http://www.unternehmensinkubator.de/